Zwischen lächelnden Steingesichtern und Baumriesen: So erleben Familien Angkor Wat im Januar günstig und trotzdem märchenhaft

Stellt euch vor, wie eure Kinder staunend zwischen uralten Tempeln herumtollen, während die ersten Sonnenstrahlen des Tages die jahrhundertealten Steinmauern in goldenes Licht tauchen. Angkor Wat im Januar ist mehr als nur ein Reiseziel – es ist eine Zeitreise, die sich perfekt für Familien eignet, die gemeinsam in eine andere Welt eintauchen möchten. Der Januar bietet ideale Bedingungen für einen Besuch: Die Temperaturen sind angenehm kühl, die Regenzeit ist vorbei, und die Natur zeigt sich in sattem Grün, während die Wege trocken und gut begehbar sind.

Warum Angkor Wat im Januar mit der Familie bereisen?

Der Januar zählt zu den besten Monaten, um die Tempelanlagen von Angkor zu erkunden. Mit Durchschnittstemperaturen zwischen 21 und 31 Grad herrscht ein angenehmes Klima, das selbst für kleinere Kinder erträglich ist. Die Luftfeuchtigkeit liegt deutlich niedriger als in anderen Monaten, was die Erkundungstouren erheblich komfortabler macht. Für Familien bedeutet das: keine überhitzten, quengelnden Kinder und mehr Energie, um die faszinierende Khmer-Architektur wirklich zu genießen.

Die Trockenzeit sorgt zudem dafür, dass alle Wege und Treppen sicher begehbar sind – ein wichtiger Aspekt, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Die Wassergräben rund um die Tempel sind noch gut gefüllt, was spektakuläre Spiegelungen ermöglicht und perfekte Fotomotive für die Familienchronik schafft.

Die Tempelwelt erkunden: Ein Abenteuer für Jung und Alt

Angkor Wat selbst ist zwar der berühmteste Tempel, doch die gesamte archäologische Zone umfasst über tausend Tempelanlagen auf mehr als 400 Quadratkilometern. Diese Vielfalt macht den Ort besonders familienfreundlich, denn hier findet jedes Familienmitglied seinen Lieblingsplatz.

Der Haupttempel und seine Geheimnisse

Der zentrale Tempelkomplex beeindruckt durch seine schiere Größe und die detailreichen Reliefs, die Geschichten aus der hinduistischen Mythologie erzählen. Macht daraus eine Schnitzeljagd für die Kinder: Wer findet die meisten Apsara-Tänzerinnen? Welche Tiere entdeckt ihr in den Steinreliefs? Diese spielerische Herangehensweise verwandelt den Besuch in ein interaktives Erlebnis, bei dem selbst Teenager plötzlich aufmerksam werden.

Bayon und die lächelnden Gesichter

Der Bayon-Tempel mit seinen 216 lächelnden Gesichtern ist ein absolutes Highlight für Familien. Kinder lieben es, zwischen den monumentalen Türmen umherzuwandern und die verschiedenen Gesichtsausdrücke zu interpretieren. Das Labyrinth aus Gängen und Höfen lädt zum Versteckspielen ein – natürlich immer unter Aufsicht und mit Respekt vor dem historischen Ort.

Ta Prohm: Wo die Natur regiert

Dieser Tempel ist von gewaltigen Baumwurzeln überwuchert und sieht aus wie aus einem Abenteuerfilm. Für Kinder ist dies oft der spannendste Ort der gesamten Anlage. Die riesigen Würgefeigen und Kapokbäume haben die Mauern durchdrungen und schaffen eine märchenhafte Atmosphäre, die die Fantasie beflügelt.

Praktische Tipps für den Familienbesuch

Fortbewegung vor Ort

Die Tempelanlagen sind weitläufig, und zu Fuß ist alles kaum zu bewältigen. Tuk-Tuks sind die ideale Lösung für Familien: Sie sind erschwinglich, flexibel und die Kinder lieben die offene Fahrt durch die tropische Landschaft. Ein Tuk-Tuk mit Fahrer für einen ganzen Tag kostet etwa 15 bis 20 Euro. Die Fahrer kennen sich bestens aus und können die Route so anpassen, dass sie für Kinder geeignet ist – mit Pausen an schattigen Plätzen und Vermeidung der anstrengendsten Wege zur Mittagshitze.

Für Familien mit älteren Kindern oder Teenagern sind Fahrräder eine wunderbare Alternative. Der Verleih kostet nur 2 bis 3 Euro pro Tag, und die flachen, asphaltierten Wege zwischen den Haupttempeln lassen sich gut befahren. Elektrofahrräder sind für etwa 6 bis 8 Euro täglich verfügbar und erleichtern die längeren Strecken erheblich.

Tickets und Zeitplanung

Der Drei-Tages-Pass für etwa 62 Euro pro Erwachsenem ist für Familien ideal, da er innerhalb einer Woche an drei beliebigen Tagen genutzt werden kann. Kinder unter zwölf Jahren haben freien Eintritt – ein enormer Vorteil für Familien. Plant nicht zu viele Tempel pro Tag ein. Zwei bis drei Haupttempel mit ausreichend Pausen sind für Kinder völlig ausreichend und verhindert Überforderung.

Der frühe Morgen ist magisch, aber nicht jede Familie schafft den Sonnenaufgang um 5:30 Uhr. Der späte Nachmittag ab 15 Uhr ist ebenfalls wunderschön, kühler und oft weniger überlaufen – perfekt für Familien mit kleinen Kindern, die morgens länger schlafen möchten.

Übernachtung: Komfortabel und bezahlbar

Siem Reap, die nahegelegene Stadt, bietet eine riesige Auswahl an familienfreundlichen Unterkünften. Gästehäuser mit Familienzimmern gibt es bereits ab 25 Euro pro Nacht. Viele verfügen über Pools – eine willkommene Abkühlung nach einem Tempeltag. Mittelklasse-Unterkünfte mit geräumigen Familienzimmern, Klimaanlage und Frühstück kosten zwischen 40 und 60 Euro und bieten ausgezeichnetes Preisverhältnis.

Achtet auf Unterkünfte in der Nähe des Stadtzentrums oder der Old Market Area. Von dort erreicht ihr die Tempel in 15 bis 20 Minuten und habt abends zahlreiche Restaurants und den Nachtmarkt in Laufnähe – ideal, wenn die Kinder nach einem langen Tag noch etwas Abwechslung brauchen.

Verpflegung: Köstlich und kinderfreundlich

Die kambodschanische Küche ist überraschend kinderfreundlich. Gebratener Reis, milde Nudelsuppen und gegrilltes Hähnchen am Spieß sind fast überall erhältlich und kosten in lokalen Restaurants zwischen 2 und 4 Euro pro Gericht. Die Portionen sind großzügig und lassen sich gut teilen.

Auf den Märkten findet ihr frische tropische Früchte für wenige Cents – Mangos, Drachenfrüchte und Kokosnüsse sind nicht nur gesund, sondern auch ein exotisches Erlebnis für Kinder. Nehmt für die Tempeltouren immer ausreichend Wasser mit. An den Haupttempeln werden Kokosnüsse für etwa 1 Euro verkauft – eine erfrischende und authentische Alternative zu Plastikflaschen.

Viele Restaurants in Siem Reap bieten westliche Optionen zu fairen Preisen, falls die Kleinen das lokale Essen nicht mögen. Pizzen oder Pasta-Gerichte kosten etwa 4 bis 6 Euro und sind qualitativ durchaus ansprechend.

Aktivitäten abseits der Tempel

Nach intensiven Tempeltagen brauchen Familien Abwechslung. Der Tonle Sap See bietet sich für einen entspannten Nachmittag an. Die schwimmenden Dörfer sind faszinierend, und eine Bootsfahrt kostet etwa 15 bis 20 Euro für die ganze Familie. Kinder sind begeistert von den Häusern auf Stelzen und dem Leben auf dem Wasser.

Im Schmetterlingspark können Kinder hunderte farbenprächtiger Schmetterlinge aus nächster Nähe beobachten. Der Eintritt liegt bei etwa 5 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder – ein überschaubarer Betrag für ein eindrucksvolles Erlebnis.

Die Nachtmärkte in Siem Reap sind auch für Kinder spannend. Zwischen Kunsthandwerk und Souvenirs gibt es Straßensnacks zu probieren, und die lebhafte Atmosphäre ist ein schöner Kontrast zur Ruhe der Tempel. Lasst die Kinder kleine Souvenirs aussuchen – das freundliche Handeln gehört zur Kultur und macht den Kleinen oft großen Spaß.

Was ihr einpacken solltet

Leichte, langärmelige Kleidung schützt vor Sonne und ist in religiösen Stätten erforderlich. Schultern und Knie müssen bedeckt sein – plant dies ein, damit ihr nicht an den Eingängen zurückgewiesen werdet. Gute Wanderschuhe sind wichtig, da viele Wege uneben sind und Treppen erklommen werden müssen.

Ein kleiner Rucksack mit Sonnenschutz, Mückenspray, Hüten und einem Erste-Hilfe-Set ist unverzichtbar. Feuchttücher und Desinfektionsmittel sind besonders mit Kindern Gold wert, da nicht überall sanitäre Einrichtungen auf westlichem Standard vorhanden sind.

Angkor Wat im Januar mit der Familie zu bereisen bedeutet, gemeinsam in eine vergangene Zivilisation einzutauchen, die noch heute durch ihre Monumentalität beeindruckt. Die Kombination aus kulturellem Reichtum, angenehmem Klima und erschwinglichen Preisen macht diesen Ort zu einem perfekten Reiseziel für Familien, die mehr als nur Strand und Pool erleben möchten. Die Erinnerungen an Sonnenaufgänge zwischen uralten Steinen und das gemeinsame Staunen über die Kunstfertigkeit längst vergangener Kulturen werden eure Kinder ein Leben lang begleiten.

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